Manuel & Martin Theisen                                                                          
                     
 
 
 

Was gibt Neues?


Kinderhilfe Kapstadt

Ostern 2022

Liebe Freunde,

Ihr seid sicher nicht allein, wenn ihr das Gefühl habt, dass dieses Jahr buchstäblich mit uns davonläuft! Ostern ist nur noch knapp eine Woche entfernt und es ist kaum zu glauben, dass sich der herrlich warme Kapstadt-Sommer still und leise zu verabschieden beginnt, um milderen Herbsttagen Platz zu machen.

Obwohl es viele Menschen und Organisationen gibt, die entschlossen sind, die Welt zu verbessern, denke ich, dass wir uns als Spezies irgendwie rückwärts in Richtung Selbstzerstörung bewegen. Mit dem Krieg in der Ukraine ist es, als hätten wir Menschen keine Lehren aus unserer Vergangenheit gezogen. So können wir nur hoffen, dass dieser ganze Wahnsinn bald ein Ende hat.

Umso glücklicher und erleichtert sind wir, dass es seit Beginn des Jahres viel Erfreuliches von unseren Projekten zu berichten gibt.

Little Lambs Chrisitan Daycare

Hier geschehen Zeichen und Wunder und der lang ersehnte Wunsch von Marlis Schaper kann endlich realisiert werden! Seit Jahren laufen die Bemühungen, ein ‚Afterschool Care‘ für die Abgänger von Little Lambs zu bauen. Zu den Stolpersteinen gehörte bis jetzt einen geeigneten Standort zu finden und vor allem, die Einwilligung von der staatlichen Instanz ‚Public Works‘ für dieses Projekt zu gewinnen. Nach mehr als 2 Jahren haben wir nun ihr Einverständnis schriftlich erhalten. Hurra!!! Als nächster Schritt folgt die Begutachtung erster Bauentwürfe mit einer Kostenplanung für einen Bau aus Holz oder konventionellen Baumaterialien. Wir sind zuversichtlich, dass es nun end¬lich vorwärts geht und wir den Neubau bald in Auftrag geben können.

Das Osterfest, und damit die Hoffnung auf einen Neubeginn und einer verbreiteten ansteckenden Lebensfreude, ermutigt uns, die neuen Ziel anzupacken und zu verwirklichen. Einmal mehr bedanken wir uns bei allen Beteiligten für den Einsatz, die Hilfsbereitschaft und die für uns so wichtige finanzielle Unterstützung, ohne die wir den eingeschlagenen Weg nicht gehen könnten.

Heuwel Speelskool in Calitzdorp

Anfang März konnten wir endlich im kleinen Kreise die Eröffnung des ‚Afterschool Centres‘ feiern. Es ist ein herzerwärmendes Fest, in dem die Kinder im Mittelpunkt stehen. Unter den wachsamen Augen ihren Lehrerinnen, bieten die Kinder kleinere Einlagen, es wird gesungen und getanzt und die Kinder ernten viel Applaus für das Gezeigte. Ein feines Mittagessen und frische Weintrauben zum Nachtisch gibt es zum Dank.

Während wir uns das kalte Buffet schmecken lassen, bedankt sich Klaus Triebe im Namen des Heuwel Trust bei Marlis Schaper, Kinderhilfe-Kapstadt und den Sponsoren für die großzügige Unterstützung für die Realisierung dieses einmaligen Projekts. Er weist darauf hin, dass seit 2015, über eine Zeitspanne von 7 Jahren, 3 Gebäude mit je 4 Klassenzimmern gebaut, eingerichtet und heute von fast 300 Kindern, 5 Tage die Woche, als sicheren Ort zum Lernen und Spielen genutzt wird. Auch nutzen wir die Gelegenheit, uns mit den Mitgliedern des Heuwel Trust, den Lehrerinnen und mit dem Leiter namens Shelden auszutauschen. Zwischendurch verwöhnt uns das Personal mit mehreren, für schwarze Chöre typischen, mehrstimmigen Gesängen.


Gespannt verfolgen alle die Darbietungen                                   Es wird getanzt und gesungen

Mitglieder Heuwel Trust und Kinderhilfe-Kapstadt       Die 3-jährigen Kinder der Heuwel Speelskool


Besonders eindrücklich sind die farbenfrohen, bunt bemalten Fassaden der 3 Gebäude. Diese Bemalungen sind das typische Wahrzeichen für unsere Projekte geworden und geben den Gebäuden einen speziellen Touch. Schon von Weitem wird man darauf aufmerksam und bestätigt, dass es sich hier um einen Kindergarten handelt. Die einheimische Künstlerin, Angela, hat kleine Kunststücke an die Wände gezaubert, die nicht nur eine Augenweide sind, sondern auch einladend auf die Kinder, die Eltern und jeden Besucher wirken.


Die kürzliche Anschaffung von diversen Spielgeräten und Klettergerüsten für den neuen Spielplatz werden dankbar benutzt und bieten den Kindern diverse Möglichkeiten zum spielen, klettern und aus¬to¬ben. Um dem Sand und Staub auf dem Spielplatz zu verringern, wählt Klaus einen Belag aus kleinen Kieselsteinen, der sich so gut bewährt, dass wir ihm vorschlagen, weitere Teile des Spielplatzes so zu bedecken.


Die Hingabe der Lehrerinnen und ihrem Schulleiter, sowie der stete Einsatz von Ursula und Klaus Triebe und dem Heuwel Trust, hat uns sehr beeindruckt. Dies ist wahrlich ein außergewöhnliches Kindergarten-Projekt, welches mit Gottvertrauen und hohem Einsatz alle Hochs und Tiefs mit Bravur überstanden hat. Es ist ein lobenswertes Lebenswerk von Klaus und Ursula, das hier in Calitzdorp zum Wohle der Kinder aus dem Township Bergsig entstanden ist. Die Kinderhilfe-Kapstadt ist dankbar ein Teil dieses Projekts und dessen Erfolges sein zu dürfen.

Wir hoffen, Euch schon bald mehr über den Fortschritt dieser Projekte berichten zu können.

Mit herzlichen Ostergrüßen

Elke Zwicker und Marlis Schaper


Myanmar


Der Ausblick in die Natur und die Tempellandschaft von Bagan sind unvergleichlich schön geblieben. Die Dinge, die sich geändert haben sind nicht zu sehen und doch überall zu spüren.


Jürgen Gessner von „Stiftunglife“ berichtet regelmäßig über Neuigkeiten aus Myanmar. Aus seinem Nachrichtenblog hier einige interessante Neuigkeiten:

05.12.2021
Weil es nicht viele gute Nachrichten aus Myanmar gibt, richten wir unseren Blick auf kleine Freuden. Die Kinder gehen wieder zur Schule. Unsicher und zögerlich beginnt der Unterricht. In manchen Dörfern kommen die Kinder zur Schule, in anderen nicht - in manchen Dörfern sind die Lehrer da, in anderen nicht. Corona und die Vorbehalte gegen das Militär führen zu einer gemischt unübersichtlichen Gemengelage. Freuen wir uns über ein paar Kinder, die lernen wollen. Ein großes Dankeschön geht an das deutsch/burmesische Schulteam, dass sich um den Erhalt der Gebäude kümmert - auch in schwierigen Zeiten.

01.01.2022
Auch wenn die Situation schwierig ist (oder gerade weil sie so ist) bleiben wir in Myanmar engagiert. Kinder, Studenten, Solarprojekte und Swimming Doctors werden fortgeführt. Nur an einer Stelle mussten wir umplanen: solange es keinen geregelten Schulunterricht gibt, werden wir keine neuen Schulen bauen. Stattdessen konzentrieren wir uns auf die Pflege und den Erhalt unserer 80 Schulen.

29.01.2022
Kaum einer unserer Studenten kann Vorlesungen besuchen. Bücher sind rar, Online Angebote noch rarer. Prof. Wolf Mutschler hatte vor ein paar Monaten eine wunderbare Idee, seitdem unterrichten Deutsche Ärzte verschiedener Fakultäten unsere Medizinstudenten. Jeden Sonntag gibt es eine Online-Vorlesung, jedes Mal geht es um ein anderes Thema. Das Projekt ist eine Herausforderung für alle Beteiligten, aber es funktioniert. Und so bekommen unsere Medizinstudenten die Möglichkeit sich weiterzubilden.

19.02.2022
Knapp eine Autostunde vom Ngapali Beach entfernt haben wir vor zwei Jahren eine Schule mit fünf Klassenzimmern gebaut. Aktuell werden davon drei Klassenzimmer genutzt von 66 Schüler:innen. Im kommenden Schuljahr wird eine weitere Klasse aufgemacht. Insgesamt ein kompletter Schulbetrieb mit 112 Schüler:innen und sechs Lehrerinnen. Das Gehalt für die Lehrkräfte ist über die letzten Jahre gleich geblieben: 200.000 Kyat bekommt die Schulleiterin im Monat, die fünf Lehrerinnen bekommen etwas weniger. Durch die starke Inflation ist allerdings die Kaufkraft um 30 Prozent gesunken, der Wechselkurs liegt aktuell bei 2.000 Kyat für einen Euro.

26.03.2022
Zehn Jahre sind eine lange Zeit für eine Botschafterin. Wenn das Leben in geplanten Wegen verlaufen wäre, würde Daw Yin Yin Myint schon seit vielen Jahren ihren Ruhestand bei der Familie in Myanmar genießen. Aber die Zeiten sind schwierig: für die Botschafterin, für ihr Land, für die Menschen und für uns. Und gerade weil es schwierig ist, muss man miteinander im Gespräch bleiben. Es war ein offener Gedankenaustausch am Mittwoch in der Botschaft in Berlin, mit einem Hauch von Zuversicht. Vielleicht werden wir bald wieder ins goldene Land reisen können. Die Botschafterin hat uns Ihre Unterstützung zugesagt.

02.04.2022
Seit gestern sind Business Visa möglich, die Quarantäne soll sich auf 24 Stunden beschränken. In Yangon, Bagan und Ngapali ist es ruhiger geworden - zumindest an der Oberfläche. Ob das ausreichende Gründe sind für eine Reise ins goldene Land, muss jeder selbst entscheiden. Bis zur Normalität, die wir uns alle wünschen, ist es wohl noch ein langer Weg - und der beginnt mit ersten Schritten….